• Heilpraktiker Stephan Remy

Das Zusammenspiel von Prostata und Hämorrhoiden

Was haben die Prostata und Hämorrhoiden gemeinsam?

Wenn man den Körper betrachtet, so liegen beide im unteren Beckenbereich. Sie sind geographisch betrachtet relativ nah zusammen. Die walnussgroße Drüse Prostata liegt direkt unter der Harnblase. Bei den Hämorrhoiden handelt es sich um ein Geflecht, das mit Blut gefüllt ist und zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel des Anus liegt. Man redet auch von dem Plexus hämorrhoidalis, in dem interessanterweise arterielle und venöse Anteile vorhanden sind.


Innere und auch äußere vergrößerte Hämorrhoiden entstehen durch Blutstauungen. Ursächlich dafür sind oftmals ein harter Stuhlgang und langjähriges Pressen beim Toilettengang. Dies bedeutet, dass der Plexus hämorrhoidalis sich weitet und die Folge sind tastbare und/oder auch schmerzhafte Hämorrhoiden. Oftmals kann es aufgrund dieser Stauungsproblematik auch zur Beeinträchtigung des Blutflusses im Prostatabereich kommen.


Bei einem erhöhten PSA-Wert ist eine höhere Funktionalität im Prostatagewebe vorhanden, deshalb ist hier die Stauungsproblematik ein ganz aktuelles Thema. Ferner ist dies bei Entzündungen und Vergrößerungen der Prostata der Fall. Die Quintessenz ist, dass sich ursächliche Blutstauungen im Prostatabereich auch zu einer höheren Blutfülle im Enddarmbereich bedingen können.


Was kann therapeutisch bei Stauungen im Hämorrhoidal- und/oder Prostatabereich unternommen werden?

  1. Den Darm regulieren, damit der Stuhlgang weicher wird und dadurch die Stauung im Hämorrhoidal-und Prostatabereich gelöst werden kann.

  2. Den Blutfluss innerlich im unteren Beckenbereich anregen, damit sich die Stauung dort lösen kann. Hierbei muss der Mensch konstitutionell und individuell in der Anamnese betrachtet werden, um die richtigen homöopathischen oder phytotherapeutischen Mittel zu verabreichen.

  3. Die Stauung äußerlich im unteren Beckenbereich lösen. Dies geschieht durch eine künstliche Öffnung im Hautbereich, damit die Stauung nach außen abfließen kann. Hierbei ist an das Blutige Schröpfen oder an die Blutegel im Lenden- oder Kreuzbeinbereich des Rückens zu denken.



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